The Hermes Standard: Viscom arbeitet an ersten Feldtests

Das Logo von „The Hermes Standard“
Das Logo von „The Hermes Standard“

Hannover, August 2017Die Viscom AG ist zur Elektronik-Fachmesse Productronica im November einsatzbereit, erste Feldtests mit dem neuen Protokoll „The Hermes Standard“ durchzuführen. Zur Umsetzung laufen bereits Gespräche mit Betreibern von passenden Fertigungslinien. Weitere interessierte Anwender sind willkommen.

Eines der vordringlichsten Ziele von Viscom ist es, aussagekräftige praktische Erfahrungen mit „The Hermes Standard“ zu sammeln und die Praxistauglichkeit sicherzustellen. Um das neue herstellerunabhängige Protokoll für die Kommunikation zwischen Maschinen zu testen, sollen damit Fertigungslinien bei interessierten Kunden ausgestattet werden. „Hier kommt es natürlich nicht nur auf die Inspektionssysteme von Viscom an, sondern auch auf die Handling-Komponenten rechts und links davon. Die müssen diese Spezifikation ebenfalls verstehen“, erklärt Detlef Beer, Leiter Produktentwicklung bei Viscom. Er hatte im Juni beim Viscom Technologie-Forum in Hannover in Einzelgesprächen die schnelle Umsetzung in die Praxis vorangetrieben. Dort war „The Hermes Standard“ eines der zentralen Vortragsthemen.

„The Hermes Standard“ wurde im März von 16 Fertigungsausrüstern, darunter auch Viscom, auf den Weg gebracht. Inzwischen ist die Website der Initiative online gegangen, wo man sich die Version 1.0 der Spezifikation kostenfrei herunterlanden kann. Die neue, auf TCP/IP und XML basierende Schnittstelle könnte langfristig den veralteten SMEMA-Standard ersetzen. Dann sollen Leiterplatten in einer automatisierten Fertigungslinie reibungslos mit Informationen wie Abmessungen oder Transportgeschwindigkeit durch alle Einzelstationen weitergereicht werden können. „Das Protokoll ist ausbaubar. Man kann später noch andere Funktionen einarbeiten“, so Beer. Die einzelnen Maschinen werden die Daten für ihre Aufgaben nutzen, ohne dass jeweils eine erneute zentrale Abfrage erfolgen muss. Für die intelligente Verknüpfung bedarf es keiner Sonderlösungen. Man braucht nur Ethernet-Ports und die entsprechenden Standardkabel. Daraus ergeben sich sehr günstige Randbedingungen und klare Vorteile gegenüber anderen Ansätzen beim Zeit- und Kostenaufwand der Implementation.

Ein wichtiger Pluspunkt bei der Umsetzung: Es ist nicht erforderlich, sofort in einem einzigen Schritt die ganze Fertigungslinie auf die neue Spezifikation umzurüsten. Detlef Beer: „Der Elektronikfertiger kann auch nur Teilsegmente der Linie mit dem neuen Standard ausstatten. Zudem lässt sich das Protokoll komplett parallel fahren. Man kann also wahlweise Hermes oder SMEMA nutzen.“ Mehr Informationen gibt es unter: www.the-hermes-standard.info

 

 

Über Viscom

Die Viscom AG entwickelt, fertigt und vertreibt hochwertige Inspektionssysteme. Das Portfolio umfasst die komplette Bandbreite der optischen Inspektion und Röntgenprüfung. Im Bereich der Baugruppeninspektion für die Elektronikfertigung gehört das Unternehmen zu den führenden Anbietern weltweit. Die Systeme von Viscom lassen sich kundenspezifisch konfigurieren und miteinander vernetzen. Hauptsitz und Fertigungsstandort ist Hannover. Mit einem großen Netz aus Niederlassungen, Applikationszentren, Servicestützpunkten und Repräsentanten ist Viscom international vertreten. Gegründet 1984 notiert Viscom seit 2006 an der Frankfurter Wertpapierbörse (ISIN: DE0007846867). Weitere Informationen: www.viscom.de

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