Technologie-Forum von Viscom mit Blick in die Zukunft

Vorstand Carsten Salewski (r.) übergab nach Begrüßung der Teilnehmer an Vertriebsingenieur Michael Mügge (l.), der das Viscom Technologie-Forum auch in diesem Jahr wieder moderierte
Vorstand Carsten Salewski (r.) übergab nach Begrüßung der Teilnehmer an Vertriebsingenieur Michael Mügge (l.), der das Viscom Technologie-Forum auch in diesem Jahr wieder moderierte

Hannover, Juli 2019 – Zum diesjährigen Technologie-Forum von Viscom am 5. und 6. Juni in Hannover begrüßte Vorstand Carsten Salewski alle anwesenden Teilnehmer, die dann gemeinsam mit hochkarätigen Referenten das Thema „Die Zukunft der Elektronikfertigung“ erörterten. Moderiert wurde das Forum von Viscom-Vertriebsingenieur Michael Mügge.

Mit seiner Keynote-Speech sorgte der österreichische Strategieberater Franz Kühmayer, Zukunftsinstitut GmbH, für ganz neue Blickwinkel: Unter dem Titel „Warum wir Arbeit ganz neu denken müssen!“ zeigte der ehemalige Top-Manager mit Beispielen aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz anschaulich auf, wo modernste Technologie den Menschen bei der Lösungsfindung und Aufgabenerfüllung sukzessive ablöst. Welche Herausforderungen die digitale Transformation beim Global Player Zollner Elektronik AG mit sich bringt, erläuterte der Vorstandsvorsitzende Johann Weber in seinem Expertenvortrag aus dem Blickwinkel eines EMS-Dienstleisters.            

Wie Produktionserfolg messbar wird, demonstrierte Björn Noreik von BNB-Qualitätsstatistik und Training, der seit über 20 Jahren Firmen bei statistischen Analysen unterstützt. In seinem Vortrag führte er durch das Labyrinth der Fähigkeitskennzahlen wie Cgk, Cmk, Cpk und PpK. Eine Erkenntnis aus seiner Präsentation: Im Big-Data-Kontext ist wichtig, wie man tatsächlich zu seinen Messergebnissen gelangt und unter welchen Bedingungen die zur Berechnung herangezogenen Stichproben erfasst worden sind.

Veronika Franz, Produktmarketing Viscom, präsentierte außergewöhnliche Inspektionslösungen für Viscom-Kunden und stellte damit den maßgeschneiderten Lösungsanspruch von Viscom unter Beweis. Zu den von ihr vorgestellten Projekten zählten z. B. das automatisierte Handling von Leiterplatten im Rahmen der Verifikation nach der Lotpastenkontrolle bei einem Hersteller von zahnmedizinischen Geräten und, ebenfalls in die Fertigungslinie integriert, eine exakte 3D-Koplanaritätsvermessung von Bauteilen zur Sicherstellung eines fehlerfreien Bonding-Prozesses bei einem Hersteller von Wechselrichtern für Windkraftanlagen. Das ungewöhnlichste präsentierte Beispiel: ein Schuhleistenhersteller, der mit Hilfe eines manuellen Röntgeninspektionssystems von Viscom und der rotativen Computertomografie Schuhvolumina vermisst.

Wie die Prüfung elektronischer Baugruppen aus der Perspektive der Volkswagen AG aussieht, vermittelte Uwe Pape, der bei dem Wolfsburger Autobauer als Fachreferent in der Qualitätssicherung tätig ist. So werden Fahrerassistenz- und Sicherheitssysteme als große Helfer geschätzt, aber sie müssen hundertprozentig verlässlich sein – egal ob als Parkassistent, Spurhalteassistent oder Abstandswarner. Mit der fortschreitenden Entwicklung des autonomen Fahrens rückt dieser hohe Anspruch noch stärker in den Fokus. Kein Wunder also, dass VW eigene Qualitätsnormen in diesen Bereichen entwickelt hat. Die Zeiten, in denen das Unternehmen elektronische Elemente im Fahrzeug als „Black Box“ betrachtete, sind längst vorbei.

Hochwertige Elektronik im Auto muss in besonderer Weise auch vor Umwelteinflüssen wie Feuchtigkeit und Nässe geschützt werden, und zwar durch Schutzlack, das Conformal Coating. Zur Qualität von Lackschichten auf Leiterplatten teilte Dr. Helmut Schweigart, Leiter Technologieentwicklung bei ZESTRON Europe, sein großes Fachwissen mit den Teilnehmern des Technologie-Forums.

Axel Klapproth, Leiter Applikation Geschäftsbereich Serienprodukte bei Viscom, präsentierte effektive Prüfstrategien zur Ermittlung von Gaseinschlüssen in Lötstellen, bekannt als Voids. Hier ging es um die Bauteiltypen LED, BGA, QFN, THT, Transistoren und Chips. Über eine Live-Schaltung zum Vorführ-Röntgensystem konnten die Zuhörer direkt mitverfolgen, wie sich kritische Voids aufspüren und messen lassen. Tieferes Anwenderwissen dazu und zu vielen anderen Themen eigneten sich die Viscom-Kunden in Workshops, Meet-the-Experts-Gesprächen sowie im Rundgang durch die Systemausstellung an.

Ein weiterer Höhepunkt der zweitägigen Veranstaltung war eine spannende Podiumsdiskussion, moderiert von der Journalistin und Trendexpertin Birgit Gebhardt. Sie diskutierte mit Franz Kühmayer und Johann Weber sowie den weiteren Gästen Sven Buchholz von ASM, Christoph Stoppok vom ZVEI und Volker Pape von Viscom u. a. über die herstellerübergreifende M2M-Kommunikation, die Elektromobilität sowie über den neuen Mobilfunkstandard 5G mit Auswirkung auf das autonome Fahren und die Echtzeitkommunikation in der Industrie.

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